Nervenheilkunde

Aktuelle Ausgabe

In dieser Ausgabe:

Mit Mathematik gegen Hass und Fliegenfallen

Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit – wie die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 2. Juni 2019 [1] oder die Beurteilung von 22 beleidigenden Äußerungen gegenüber der Politikerin Renate Künast durch das Berliner Landgericht (am 9. September 2019) als „zulässige Meinungsäußerungen“ (und nicht als strafbare Beleidigungen; [9]) – machen klar, dass wir Hass-Reden ernsthafter entgegentreten müssen. Erkenntnisse aus den Sozialwissenschaften zeigen dies zudem überdeutlich...

Die Anzahl großer Cluster reduzieren. Hierbei könnte man meinen, dass man am besten mit dem größten anfängt, was sich jedoch aus Sicht der Autoren ungünstig auswirkt. Ihre Analysen zeigen jedoch bereits im Jahr 2016 anhand der empirischen Untersuchung von ISIS-Clustern [7] und in der hier vorliegenden allgemeineren Studie, dass bei einem Wegfall des größten Clusters sofort wieder ein großes durch Selbstorganisation entsteht. Weil mittelgroße und kleinere Cluster häufiger und leichter aufzufinden und auch zu verbieten seien, sei es langfristig eher zielführend, Gegenmaßnahmen bei mittelgroßen Clustern zu treffen (aus denen dann mit geringerer Wahrscheinlichkeit erneut große Cluster entstehen).

Einen kleinen Bruchteil zufällig ausgewählter Nutzer über viele Hass-Plattformen hinweg aus dem Netz entfernen. Man würde auf diese Weise am wenigsten Gegenwehr produzieren, sodass die Schwächung nachhaltiger sei.

Anti-Hass Cluster aus Hass-Gegnern könnten unterstützt werden. Diese Hass-Gegner gibt es und man könnte ihre Clusterbildung fördern sowie deren Anzahl und Aktivität steigern.

Weil sich Hass-Cluster nicht selten gegenseitig widersprechen, könnte man sie gegeneinander ausspielen. Hierzu müsste man neue Cluster mit spezifischem Profil etablieren bzw. stärken, was dazu führen könnte, dass sich einzelne Hass-Cluster gegenseitig neutralisieren.

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Selbstwahrnehmung als Hilfsmittel zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz

Selbst wahrgenommene Gedächtnisstörungen oder kognitive Einschränkungen korrelieren mit den typischen neurobiologischen Veränderungen der Alzheimer-Krankheit und sind mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz verbunden. Der individuelle Vorhersagewert solcher subjektiven kognitiven Störungen ist jedoch wegen zahlreicher konfundierender Faktoren wie Depression und Angst gering. Er lässt sich möglicherweise durch die Erhebung von kognitiven Blackouts mit einem geeigneten...

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Kognitive Trainings zur Demenzprävention

Angesicht der Fülle und Heterogenität des Angebots an kognitiven Trainings stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit dieser Verfahren. Da vermehrt computergestützte Trainings Anwendung finden, wurden für diese Arbeit Untersuchungen, die diese Form der Darbietung getestet haben, ausgewählt. Die Wirksamkeitsprüfung bei Personen mit Demenz zeigte keine signifikanten Effekte, jedoch geben die Studien Hinweise auf die mögliche Wirksamkeit alternativer Trainings, z. B. unter Anwendung von virtueller ...

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Personalisierte Psychiatrie ist mehr als Präzisionspsychiatrie

„Hat doch offenbar auch der Arzt nicht die „Gesundheit-an-sich“ im Auge, sondern die des Menschen, vielmehr die seines Patienten. Denn seine Kunst gilt dem Einzelnen.“

Aristoteles [1]

„Personalized medicine (…) requires us to know the parameters that define the individuality of the particular patient.“

O. Wolkenhauer et al. [2]

Die Forderung nach einer „personalisierten Psychiatrie“ ist in vieler Munde. Sie folgt aus der Erfahrung, dass das Programm der evidenzbasierten Psychiatrie weit hinter den E...

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DOI: 10.1055/s-009-44795

Nervenheilkunde

Ausgabe 11 · Dezember 2019

Zu diesem Heft

790
Adler, Georg : Nervenheilkunde

Editorial

Geist & Gehirn

Kopfschmerz News

861
Evers, Stefan; Obermann, Mark; Ruscheweyh, Ruth : Kopfschmerz News der DMKG

Buchbesprechungen

864
Evers, Stefan; Lang, Anne : Referenz Neurologie

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