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Wie kommuniziert man mit Demenzkranken?

Gestörte Sprache und Kommunikation bei Demenz
Stellen Sie sich vor, Sie haben ein sehr behagliches Gefühl, weil Ihre Tochter zu Besuch ist. Sie sprechen über ihren gemeinsamen Ausflug neulich – Sie wissen nicht mehr viel darüber, aber sie hat Fotos mitgebracht. Auf einem Foto erkennen Sie erfreut das Café wieder.
Der Mann neben ihnen sei ein Bekannter, der Ihnen beste Grüße ausrichte, so Ihre Tochter. Die Süßspeise war wie immer besonders gut dort – Ihnen fällt die Bezeichnung dafür gerade nicht ein, aber Ihre Umschreibung mit viel Gestikulieren wird dank einer Rückfrage der Tochter bald verstanden. Sie erzählen ihr daraufhin von einem lange zurück liegenden Ereignis, das vage mit dem Café assoziiert ist. Ihre Tochter schaut unverständig, lässt Ihnen aber Zeit. Sie wissen für einige Momente nicht weiter und haben fast vergessen worum es überhaupt ging, werden unzufrieden, Ihre Gedanken schweifen ab. Ihre Tochter berührt Ihren Arm, lenkt Ihre Aufmerksamkeit zurück auf das Foto und sie beide sind sich einig, dass das Wetter fantastisch war.

 

In einer derartigen, eher gelungenen Kommunikationssituation könnten Sie sich als Demenzkranker mit einem recht gut informierten Gesprächspartner befinden. Bereits im frühen Stadium einer degenerativen Demenzerkrankung treten häufig Wortfindungsstörungen auf, die die Kommunikation beeinträchtigen können. Darüber hinaus ist das Störungsbild nicht einheitlich und verändert sich im Krankheitsverlauf. Die Kommunikation kann, wie bei der Alzheimer-Demenz, durch das Nachlassen von Gedächtnis und Aufmerksamkeit erschwert sein. Dabei bleiben Persönlichkeit, Gefühlsebene, Körpersprache und Gesprächsregeln meist erhalten. Sprachliche Leistungen wie das Formulieren und Verstehen von wenig konkreten Wörtern und komplexen Sätzen können zunehmend betroffen sein.
Trotz deutlicher Sprachstörungen können aber, je nach Demenzform, Denken und Erinnern gut erhalten bleiben.

 

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Quelle: Sprache Stimme Gehör Heft 1/2013

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