Höherer Zielblutdruck verschlechtert Outcome bei septischem Schock
Der septische Schock ist eine Unterform der Sepsis und weist der Literatur zufolge selbst in Industrieländern eine hohe Sterblichkeit von etwa 38,5 % auf. Er ist durch anhaltende Hypotonie trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr gekennzeichnet und erfordert eine sofortige Stabilisierung der Hämodynamik des Patienten. Der optimale Zielblutdruck, ein Schlüsselfaktor im Kreislaufmanagement bei septischem Schock, ist jedoch weiterhin umstritten. Da die Autoregulation, die die Organdurchblutung steuert, je nach Patientendemografie, Krankheitstyp und Schweregrad variiert, muss die Wirkung des Ziel-MAPs (mean arterial pressure, mittlerer arterieller Druck) in der Population, die in früheren Studien nicht hinsichtlich ethnischer Charakteristika, Krankheitsspezifität oder Prävalenz von chronischer Hypertonie untersucht wurde, weiter analysiert werden. Die Ergebnisse früherer Studien könnten durch katecholaminbedingte Nebenwirkungen beeinflusst worden sein, daher sollte die Wirkung eines hohen Ziel-MAPs mithilfe eines Protokolls untersucht werden, das die Katecholamindosis minimiert.
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