• Sport und Bewegung mit und nach Krebs – wer profitiert, was ist gesichert?

     

Sport und Bewegung mit und nach Krebs – wer profitiert, was ist gesichert?

Die Diagnose „Krebs“ und die anschließende medizinische Therapie verleiten viele Patienten dazu ihre körperlichen Aktivitäten einzuschränken. Doch gerade Sport und bewegungstherapeutische Programme sind effektive supportive Maßnahmen im Kampf gegen den Krebs und manche Nebenwirkungen. Zudem haben die Betroffenen eine einzigartige Chance, selbst aktiv an ihrem Genesungsprozess mitzuarbeiten. Was zu berücksichtigen ist, zeigt dieser Beitrag.

Sport und körperliche Aktivität haben einen positiven Einfluss auf den Verlauf zahlreicher Tumorerkrankungen und deren Nebenwirkungen. Immer mehr Interventionsstudien belegen dies. Je nach Belastungsmodalität (Art, Dauer, Intensität und Häufigkeit) der körperlichen Aktivität kommt es zu einer Vielzahl von physiologischen und psychologischen Adaptionen. Bewegung und Sport wirken jedoch nicht nur lokal, also in der beanspruchten Muskulatur, sondern haben auch systemische Effekte. Körperliches Training wird mittlerweile mit einem breiten Wirkspektrum in Verbindung gebracht.

  • Nebenwirkungen des Tumors oder der Therapie werden verhindert bzw. gelindert,
  • dadurch werden Therapieverträglichkeit und Wirksamkeit verbessert, und damit auch
  • die Prognose (Rezidivhäufigkeit, Mortalität).

Aufgrund von Ergebnissen tierexperimenteller Studien wird in jüngster Zeit sogar diskutiert, ob Sport eine direkte antitumorale Wirkung haben kann.

Merke

Laut Definition umfasst körperliche Aktivität das gesamte Bewegungsverhalten im Beruf, im Alltag und in der Freizeit. Sport als gezieltes Training ist dabei eine Möglichkeit, körperlich aktiv zu sein. 

Körperliche Aktivität mindert Risiken

Große epidemiologische Beobachtungsstudien zeigen: Ein erhöhtes körperliches Aktivitätsniveau

  • wirkt nicht nur der Entstehung von Tumorerkrankungen entgegen, sondern
  • ist auch bei bestehenden Tumorerkrankungen mit einer Reduktion des krebsspezifischen Risikos und des Gesamtmortalitätsrisikos assoziiert.

Dies gilt auch, wenn das Bewegungsverhalten erst nach der Diagnose gesteigert wird. Außerdem weisen erste Studienergebnisse darauf hin, dass sich eine höhere körperliche Aktivität mindernd auf die Rezidiv-Wahrscheinlichkeit auswirkt.

Die beste Evidenzlage zum Einfluss des Bewegungsverhaltens auf das Mortalitätsrisiko liegt bislang für Patienten mit Brust- oder Darmkrebs vor. So kann das Risiko, an einer Darmkrebserkrankung zu versterben, durch eine gesteigerte körperliche Aktivität um bis zu 40 % reduziert werden.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Sport und Bewegung mit und nach Krebs – wer profitiert, was ist gesichert?

Aus der Zeitschrift: TumorDiagnostik & Therapie 05/2018

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