• Colitis ulcerosa

     

Naturheilkundlich-integratives Behandlungskonzept bei Colitis ulcerosa

In Deutschland sind etwa 150 000 Personen an einer Colitis ulcerosa erkrankt. Trotz des bekannten Krankheitsbildes erhalten sie nicht immer eine adäquate Therapie. Die folgende Falldarstellung beschreibt eine integrative Behandlung im stationären Setting.

Ein 64-jähriger Patient wurde im akuten Schub einer Colitis ulcerosa mit täglich 15 wässrig-breiigen, zum Teil blutigen Diarrhoen zur Diagnostik und zur stationären multimodalen naturheilkundlich-integrativen Therapie aufgenommen. Die Erstdiagnose der Colitis ulcerosa erfolgte 1991. Bis 2014 zeigte sich eine nur geringe Krankheitsaktivität. Seit 2014 kam es zu einer deutlichen Zunahme der Krankheitsaktivität, ohne dass dem Patienten hierfür ein Grund ersichtlich war. Der aktuelle Schub besteht seit 3 Monaten und entspricht endoskopisch dem Bild einer akuten Linksseitenkolitis mit mittelgradiger Aktivität entsprechend der Klassifikation mittels Mayo-Subscore Endoskopie. In der Histologie imponierte eine akute Entzündung entsprechend Grad 3 im Nancy Index. Das Calprotectin im Stuhl betrug zu diesem Zeitpunkt 574 µg / g (Referenzwert < 50 µg / g). Bei fehlendem Ansprechen auf die Basismedikation in Form eines topischen und eines systemischen 5-Aminosalizylats wurde eine Therapie mit dem Biologicum Adalimumab etabliert. Bisher jedoch ohne nennenswerten Einfluss auf die Symptomatik.

Bekannt sind ein primärer arterieller Hypertonus, eine Hypercholesterinämie und ein Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose 2014, dessen Therapie mit Glibenclamid im Dezember 2018 bei einem HbA1c von > 8 % auf Sitagliptin / Metformin umgestellt wurde. Bereits bei einem Blutzuckerwert von 95 mg / dl beschreibt der Patient Symptome einer Hypoglykämie mit Kaltschweißigkeit, Tremor und Unruhe. In den letzten 1,5 Jahren kam es zu einem ungewollten Gewichtsverlust von 18 kg. Für eine maligne Grunderkrankung fand sich im Rahmen der ambulanten Vordiagnostik kein Hinweis.

Der Patient ist verheiratet, in einem sozialen Beruf in Teilzeit tätig und beschreibt ein hohes Maß an Bewegung im Alltag, jedoch ohne gezielte Trainingsformen. Bezüglich Ernährung und Entspannungsverfahren ist der Patient insgesamt eher unerfahren. Es werden keine schwerwiegenden kritischen Lebensereignisse angegeben. Im Vordergrund stehen bei Aufnahme besonders die Entwicklung von Bewusstheit für Zusammenhänge von Lebensstil und Symptomatik sowie eine Ressourcenaktivierung durch Entspannung und Achtsamkeit.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Naturheilkundlich-integratives Behandlungskonzept bei Colitis ulcerosa

Aus der Zeitschrift: Zeitschrift für Phytotherapie 06/2019

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