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Familie Larsson-Rosenquist Stiftung finanziert Projekt zur Erfolgsmessung von Stillförderungsprogrammen

Mit einem Betrag von USD 638'000 finanziert die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung ein Forschungsprojekt der renommierten Yale School of Public Health in New Haven, Connecticut/ USA. Im Rahmen dieses Projekts wird ein Messverfahren entwickelt, das den Verantwortlichen auf nationaler Ebene künftig ermöglicht, die Wirkung und die Fortschritte ihrer nationalen Stillförderungsprogramme zu messen und auf Indexbasis den Erfolg ihrer Programme mit dem anderer Länder zu vergleichen. Wichtige langfristige Zielsetzung des Projekts ist es, zukünftig aufzeigen zu können, mit welchen konkreten Massnahmen ein Land seine Stillraten nachhaltig erhöhen kann.

Man weiss heute, dass Muttermilch für Kinder und ihre Mütter vielfältige Vorteile bringt. Als Immunschutz und Prävention gegen Allergien beeinflusst sie die Gesundheit von Kindern bis ins Erwachsenenalter positiv. Sie verringert die Kurzzeitmorbidität von Früh- und Neugeborenen. Auch ist das Risiko von stillenden Müttern geringer, später an Brust-, Gebärmutterkrebs oder Diabetes zu erkranken.

„Angesichts der vielen Vorteile der Muttermilchernährung ist die Stillförderung eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, die Gesundheit von Mutter und Kind nachhaltig zu verbessern und damit auch die Gesundheitskosten positiv zu beeinflussen“, sagt Michael Larsson, Stiftungsratspräsident der Familie Larsson-Rosenquist Stiftung. Viele Länder möchten deshalb ihre Stillraten erhöhen. Doch es fehle aktuell ein wissenschaftlich erprobtes Messverfahren, so Larsson weiter, welches die Wirkung von Stillförderungsprogrammen messbar macht, Vergleiche mit anderen Länder ermöglicht und zusätzlich aufzeigt, mit welchen Massnahmen das Stillen am effektivsten gefördert werden kann.

Stillförderung messen und vergleichen

Das von der Stiftung finanzierte Forschungsprojekt der Yale School of Public Health in New Haven, Connecticut/USA steht unter der Leitung von Rafael Pérez-Escamilla, renommierter Professor für Epidemiologie und Volksgesundheit und ausgewiesener, international anerkannter Experte für Programme in den Bereichen Muttermilch- und Babyernährung, Sicherheitsmessungen von Lebensmitteln und staatlichen Ernährungsbildungsprogrammen. Über die Projektlaufzeit von zwei Jahren werden er und sein Forschungsteam von einer hochkarätig zusammengesetzten Arbeitsgruppe begleitet und unterstützt. Die Gruppe umfasst Vertreter und Vertreterinnen verschiedener internationaler Organisationen wie WHO,UNICEF, GAIN, PAHO, oder Alive and Thrive sowie repräsentierte Länder wie Mexico, Brasilien, Kanada, Bangladesh, Vietnam, Ghana oder die Philippinen.

In einem ersten Projektschritt werden die Steuerungsgrössen des Messmodells mit den zugehörigen Indikatoren definiert. Dann erfolgt die Entwicklung des Messverfahrens, welches in mehreren Ländern getestet wird. Im zweiten Projektschritt wird das Verfahren breit getestet und validiert. Diese Arbeiten laufen bis Mitte 2017. Für die Anwendung des Messverfahrens in der Praxis wird im Rahmen des Projekts auch ein Handbuch erarbeitet und empirisch getestet. Dieses soll später Ländern und externen Gutachtern/Evaluatoren für eigene Messungen und Berechnungen zur Verfügung gestellt werden.

Damit schafft das Projekt die Voraussetzungen dafür, dass künftig weltweit die Wirkung von Stillförderungsprogrammen gemessen und verglichen sowie gezielt und nachhaltig verbessert werden kann.

Rafael Pérez-Escamilla blickt erwartungsvoll auf den Beginn der Arbeiten: „Dieses Projekt ist einmalig. Wir danken der Stiftung, dass wir die Möglichkeit erhalten, im Rahmen dieses interessanten Projekts besser zu verstehen und messbar zu machen, wie und auf welchen Ebenen Massnahmen zur Förderung des Stillens eingesetzt und verbreitet werden müssen, um erfolgreich zu sein und damit langfristig einen Beitrag zur Verbesserung der Volksgesundheit weltweit zu leisten.“

Einzigartiger Stiftungszweck

Die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung fokussiert sich als weltweit einzige Stiftung auf die Themen Muttermilch und Stillen. Erst im Juli 2015 hatte sie angekündigt, dass sie mit zwei grosszügigen Schenkungen an die Universität Zürich und die University of Western Australia den Aufbau und Betrieb der weltweit ersten Lehrstühle für Muttermilchforschung in Medizin und Biochemie finanziert. „Wir freuen uns ausserordentlich, mit der Finanzierung dieses bedeutenden Forschungsprojekts der Yale School of Public Health einen Beitrag zur Wirkungsmessung und zur Verbesserung von Stillförderungsprogrammen auf nationaler und internationaler Ebene zu leisten. Wir möchten damit das uns wichtige Anliegen unterstützen, dass die Ernährung von Säuglingen mit Muttermilch weltweit zu einer Selbstverständlichkeit wird“, so Michael Larsson.

Über die Stiftung

Die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung hat sich als weltweit erste Stiftung dem Thema Muttermilch und
Stillen verpflichtet. Die Stiftung mit Sitz in Zug/Schweiz wurde 2013 mit dem Ziel gegründet, die wissenschaftliche und öffentliche Anerkennung von Muttermilch als beste Ernährung für Neugeborene und Babys zu fördern. Sie versteht sich als Impulsgeberin und Förderin von neuem Wissen über Muttermilchernährung und Stillen, und investiert weltweit in Projekte und wissenschaftliche Aktivitäten in der Muttermilchforschung und zur Förderung des Stillens. Dabei legt sie Wert auf Interdisziplinarität und nachhaltige Wirkung für Mutter und Kind.

Über die Yale School of Public Health

Die der Yale University in New Haven, Connecticut/USA angeschlossene Yale School of Public Health nimmt im Bereich Schutz und Verbesserung der Volksgesundheit eine führende Rolle ein. Die Schule betreibt innovative Forschung, führt Politikanalysen durch und nutzt Ausbildungsansätze, die auf dem multidisziplinären Wissensfundus der verschiedenen Graduierten- und Fachprogramme der Universität beruhen, um lokale, nationale und internationale Gemeinschaften mit ihrem Wissen und ihrer Expertise zu unterstützen. Die Yale School of Public Health wurde 1915 gegründet und gehört zu den ältesten anerkannten Schulen für Volksgesundheit in den USA. Heute bilden mehr als 300 Lehrkräfte nahezu 400 Studierende aus. Die etwa 4’500 Absolventen und Absolventinnen der Schule sind weltweit in zahlreichen Einrichtungen tätig, die sich um Fragen der Volksgesundheit kümmern.

Über Rafael Pérez-Escamilla

Rafael Pérez-Escamilla (Ph.D.) ist Professor für Epidemiologie und Volksgesundheit. Er leitet das Office of Public Health Practice (OPHP) und das „Global Health Concentration”-Programm an der Yale School of Public Health. Seine weltweite Forschungsarbeit zur gesunden Ernährung und Lebensmittelsicherheit hat zu Verbesserungen bei der Stillförderung, bei der Behandlung von Eisenmangelanämie bei Säuglingen, bei der Messung der Lebensmittelsicherheit in Haushalten und deren Ergebnissen sowie bei staatlichen Ernährungsbildungsprogrammen geführt. Rafael Pérez-Escamilla hat mehr als 145 wissenschaftliche Artikel, zwei Bücher sowie unzählige Zeitungs- und Buchbeiträge sowie technische Berichte veröffentlicht. Er ist Mitglied des Food & Nutrition Board (FNB) am Institute of Medicine (IOM). Als leitender Berater begleitet er zudem Muttermilch- und Babyernährungsprogramme sowie Projekte zur Messung der Lebensmittelsicherheit in Haushalten, wie sie von der WHO, der PAHO, der UNICEF, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), der UNESCO, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der USSeuchenschutzbehörde (CDC), dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA), der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID), der Weltbank, der Gates Foundation und den Regierungen Mexikos, Brasiliens und Kolumbiens in Auftrag gegeben werden.

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