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Muskuloskelettale Veränderungen rund um die Geburt

Eine Schwangerschaft hat tiefgreifende Veränderungen von Muskeln, Gelenken und Nerven zur Folge. Es kann zu Beschwerden auf muskuloskelettaler Ebene kommen, die noch lange nach der Geburt bestehen bleiben. Physiotherapie in der Schwangerschaft und nach der Geburt leistet einen wichtigen Beitrag, um Schmerzen zu reduzieren sowie eine gesunde Haltung und physiologische Bewegungsabläufe wiederherzustellen.

Schwangerschaftsbeschwerden werden häufig als „normal“ und „vorübergehend“ bezeichnet, was jedoch nicht stimmt. Auch nach der Geburt passiert es häufig, dass der Körper der Frau sich nicht automatisch wieder in den vorgeburtlichen Zustand zurückbildet. Monatelang aufgebaute Fehlhaltungen und körperliche Anpassungen an Schwerpunktverlagerungen bleiben zunächst bestehen.

Zu Beginn der Schwangerschaft quillt unter dem Einfluss des Hormons Östrogen das Knorpelgewebe auf. Relaxin bewirkt das Aufquellen des Bindegewebes. So weitet sich z. B. die Symphyse des Os pubis um 0,5–12 mm. Solch massive Veränderungen haben Einfluss auf die Propriozeption und die kortikale Steuerung. Menschen mit überbeweglichen Gelenken haben eine reduzierte Sensibilität im Vergleich mit Menschen mit normwertiger Gelenkbeweglichkeit. Noch fehlen Langzeitstudien, die den Wirkzusammenhang zwischen Bandlaxitität in der Schwangerschaft und späterer Gelenkdegeneration untersuchen. Obwohl die Muskelspindel für die Propriozeption zuständig ist, sollte die Rolle der Gelenke nicht vernachlässigt werden. Mechanorezeptorische Reflexe und Muskelspannung sind der Grund für Muskelverspannungen. Diese Störungen werden häufig als „unbeeinflussbar“ und als „normale Schwangerschaftsbeschwerden“ eingestuft. Doch das zentrale Nervensystem wird durch jegliche Art von Veränderungen beeinflusst. Vielfältige Bewegungsmodifikationen können daraus resultieren.

Die Aufgabe der Physiotherapie ist es, diese Modifikationen des muskuloskelettalen Systems zu erkennen. Denn die Veränderungen zeigen sich nicht nur lokal, sondern im gesamten Körper. Hauptsächlich lassen sich Veränderungen im Bereich des unteren Rückens und des Beckens finden. Hierbei sollte die Unterscheidung zwischen den Symptomen und dem effektiven Zugang zum Gesundheitsproblem getroffen werden. Alle drei Bewegungssysteme müssen in ihrer Interaktion betrachtet werden.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Muskuloskelettale Veränderungen rund um die Geburt

Aus der Zeitschrift: Die Hebamme 05/2019

 

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