Freitag

Programmübersicht

08:00 - 09:30 Einlass und Besuch der Industrieausstellung

09:30 - 10:00 Begrüßung Thieme Gruppe

10:00 - 11:00 Schwangerenvorsorge (Wiesbaden)

10:00 - 11:00 Geburtshilfliche Terminologie (Leipzig)

11:00 - 12:00 Das präventive Potential von körperlicher Aktivität

12:00 - 13:30 Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung

13:30 - 14:30 Unter Strom und ständig online

14:30 - 15:30 Präeklampsie

15:30 - 16:30 Kaffeepause und Besuch der Industrieausstellung

16:30 - 17:30 Bindungsanalyse

17:30 - 18:30 Alleingeburt

 

Themen und Referenten

  • Geburtshilfliche Terminologie: Emphatisch oder manchmal unverständlich und ängstigend

    Hebamme Ulrike Harder

    Leipzig: Freitag, 29.03.2019 10:00 Uhr - 11:00 Uhr

    Wiesbaden: Samstag, 09.11.2019 16:30 Uhr - 17:30 Uhr     

    Unreflektiert benutztes Fach-Vokabular einer Berufsgruppe kann über die Sprache Macht ausüben und befremdliche Fachtermini während der Geburt für die Eltern belastend sein. Unter Umständen kommt es sogar zu einem verzögerten Geburtsverlauf, weil die Mutter sich ängstlich verspannt, nachdem sie gehört hat, dass bald „ ihre Blase gesprengt“ werden soll.

    Leider werden in unseren Geburtshilfe-Lehrbüchern und im Kreißsaal-Alltag etliche zum Teil sehr robuste Begriffe verwendet. Erst wird „die Frau gelagert,“ dann „klafft der After“ und „der Kopf schneidet ein“. Eventuell findet sich am kindlichen Kopf ein „mittelgradiges Geburtsgeschwulst“ oder am Rücken einen „Mongolenfleck“ und schließlich wird die Mutter vor der Verlegung „fertig gemacht“.

    Erfreulicherweise hat sich die Sprache mittlerweile in den von Hebammen verfassten Lehrbüchern gewandelt. In der Praxis halten sich aber leider viele alte Fachtermini hartnäckig weiter, denn Sprache verändert sich nur sehr langsam.

    Es ist hilfreich, wenn Hebammen ihren täglichen Sprachgebrauch im Umgang mit schwangeren Frauen, Vätern und Wöchnerinnen aber auch mit Ärzten und Krankenschwestern überprüfen und wo immer möglich zeitgemäß verändern. Wir müssen positive Fachtermini entwickeln und verwenden, damit unsere Sprache von den Frauen gut verstanden wird, sie nicht ängstigt sondern eine empathische Wirkung hat.

  • Schwangerenvorsorge

    Prof. Dr. Christiane Schwarz

    Leipzig: Samstag, 30.03.2019 16:30 Uhr - 17:30 Uhr

    Wiesbaden: Freitag, 08.11.2019 10:00 Uhr - 11:00 Uhr

    Eigentlich funktioniert das Konzept „Schwangerschaft“ beim Menschen gar nicht so schlecht. Frauen werden schwanger, brüten ein (oder mehrere) Kind(er) aus, gebären und stillen sie, und voilá, die Menschheit ist wieder um ein paar Mitglieder reicher. Gelegentlich gibt es allerdings ein paar Störungen in diesem
    Prozess, und eine Mutter oder ein Kind kommen – vorübergehend oder dauerhaft – zu Schaden.

    Damit das möglichst selten passiert, hat sich vor etwa 50 Jahren in vielen Ländern der Welt eine strukturierte Schwangerenvorsorge entwickelt, die allen Frauen angeboten wird. Ziel ist die Vermeidung oder Früherkennung von Komplikationen; die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit dafür („Risiko“); und die
    Linderung von Krankheit. Wer allerdings wann was genau wie oft und bei wem tun muss, damit der Plan funktioniert, ist unklar.

    Hebammen und Ärzte haben als Berufsgruppen und individuelle Personen oft unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen dazu. Wissenschaftliche Erkenntnisse wiederum können nochmals abweichen. In diesem Vortrag werden Maßnahmen der Schwangerenvorsorge, ihre Anwendung und ihr Nutzen im
    Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Praxis beleuchtet.

  • Das präventive Potential von körperlicher Aktivität vor und in der Schwangerschaft

    Netzwerk Gesund ins Leben

    Kann ich schon vor der Schwangerschaft die Weichen für eine gute Gesundheit des Kindes stellen? Wie viel Bewegung in der Schwangerschaft sollte es sein? Gibt es Sportarten, die ich in der Schwangerschaft meiden sollte? Hebammen kennen diese und ähnlich Fragen aus ihrer Beratungspraxis sehr gut.

    Um Hebammen, Frauenärzt/-innen oder Kinder- und Jugendärzt/-innen für die Beratung werdender und junger Familien einheitliche Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil an die Hand zu geben, hat das Netzwerk Gesund ins Leben die Handlungsempfehlungen für die Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft entwickelt, die sich in den letzten Jahren als Beratungsgrundlage etabliert haben. Die Empfehlungen wurden in einem Konsensusprozess aktualisiert und erstmalig um die Themen rund um den präkonzeptionellen Lebensstil ergänzt.

    Die Referentinnen stellen anhand der aktuellen Studienlage, die Empfehlungen zur Bewegung vor und in der Schwangerschaft vor und beantworten Fragen aus Ihrem Beratungsalltag.

    Leipzig
    Freitag, 29.03.2019 11:00 Uhr - 12:00 Uhr
    Prof. Dr. Dr. Christine Graf, Dt. Sporthochschule Köln für das Netzwerk Gesund ins Leben

    Wiesbaden
    Freitag, 08.11.2019 11:00 Uhr - 12:00 Uhr
    Dr. Nina Ferrari, Dt. Sporthochschule Köln für das Netzwerk Gesund ins Leben

  • Unter Strom und ständig online – Das Gehirn zwischen Reizflut und Multitasking: Wege aus dem digitalen Alltagsstress

    Dr. Volker Busch

    13:30 - 14:30

    Durch die Fortschritte der Informationstechnologie haben sich die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben, grundlegend verändert. Die Transformation erfasst nahezu sämtliche Prozesse im beruflichen und privaten Alltag. Der Prozess ist erst in einem Anfang begriffen. Auch in Zukunft wird die viel zitierte „Digitalisierung“ zunehmende Teile des Lebens erfassen und besetzen. Die hohe Geschwindigkeit, mit der sich diese unaufhaltsamen Veränderungen einstellen, macht es notwendig den Umgang mit digitalen Medien und Informationstechnologie zu lernen. Die neurowissenschaftliche Forschung hilft dabei, die zugrundeliegenden Prozesse im Gehirn aufzudecken und Möglichkeiten einer Bewältigung aufzuzeigen.

    Es geht nicht darum, digitale Medien schlecht zu reden oder sich dem Fortschritt in irgendeiner Weise entgegen zu stellen. Die modernen Kommunikationsmittel ermöglichen heute eine Menge fantastischer Möglichkeiten und erleichtern zweifelsohne allgemeine Abläufe. Wichtig jedoch erscheint ein verantwortungsvoller und v.a. maßvoller Umgang mit Ablenkungen, Unterbrechungen, Multitasking und Reizflut/Informationsüberladung. Im regelmäßigen Wechsel zwischen geistiger Anspannung und Zeiten der Ruhe entfalten wir unser größtes Potential. Neben einer Steigerung der Arbeitsleistung kommt es dann auch zu einem höheren Maß an Zufriedenheit und Stressreduktion.

     

  • Präeklampsie

    Prof. Dr. Dr. Frank Louwen

    14:30 - 15:30

    Inhalt folgt.

  • Bindungsanalyse

    Dipl.-Med. Gisela Albrecht

    16:30 - 17:30

    Bindung ist ein naturgegebenes und unabdingbares menschliches Grundbedürfnis. Sie ist Quelle für eine gesunde körperliche, emotionale, soziale und seelische Entwicklung und Integrität eines jeden Menschen. In Bindung drückt sich die Sehnsucht nach Nähe und Zuwendung aus. Wir wissen, dass insbesondere
    jedes neugeborene Kind voll und ganz auf die bedingungslose Zuwendung und Liebe seiner Eltern angewiesen ist.

    Mit dem von Hidas und Raffai entwickelten Konzept der Bindungsanalyse können Schwangere und ihre Partner bereits im vorgeburtlichen Beziehungsaufbau zu ihrem intrauterinem Kind und zu sich selbst unterstützt werden. Eine sichere Bindung reduziert Schwangerschaftskomplikationen und fördert eine
    entspannte Schwangerschaft und Ent-Bindung.

  • Alleingeburt: Zeitgeist oder Auswirkungen des Hebammenmangels?

    Hebamme Anke Wiemer

    17:30 - 18:30

    Ein Phänomen geht in der geburtshilflichen Landschaft um - die Alleingeburt. Damit verbunden sind Fragen und Unsicherheiten, wenn Hebammen doch irgendwie von der Frau involviert werden (sollen) und weil es für Hebammen eben keine alltägliche Situation ist.

    Aus welchen Gründen entscheiden sich Frauen für diesen Weg des Gebärens? Wie oft kommen diese Geburten vor? Welche Rechtsgrundlagen gibt es? Wie gehen Hebammen mit dem Phänomen der Alleingeburt in Deutschland um? Kompromissloses Handeln der Hebamme oder Handeln nach Gefühl oder ihrem eigenen Verantwortungsbewusstsein, wenn sie von einer geplanten Alleingeburt weiß oder kurz danach doch noch zu Hilfe gerufen wird? Gibt es Handlungsempfehlungen oder können die ethischen Grundlagen des Hebammenberufes bei der Entscheidung helfen? Wann ziehen außerklinisch-geburtshilfliche Hebammen IHRE Grenze in der Betreuung besonderer Geburten? Was ist ganz praktisch zu tun oder zu lassen? Sollen Hebammen diese Geburt in eine Statistik einfließen lassen?

    Mit all diesen Fragen und den Antworten dazu kann jede Hebamme das Szenario Alleingeburt einmal für sich durchdenken, um im Fall eines Falles dafür gerüstet zu sein oder um einer Kollegin in ihrer Nähe Rat und Unterstützung geben zu können.

     

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