• Platzenta

     

Coronainfektion bei Entbindung - Überwindet der Antikörper die Plazentaschranke?

Da es in Sachen Coronavirus noch zu früh ist, Informationen durch groß angelegte Studien zu erlangen, bleiben behandelnden Gynäkologen nur Fallberichte von Corona während der Schwangerschaft. Ein chinesisches Team aus Wissenschaftlern stellte unlängst einen weiteren Fall vor.

Diesmal von einer 29-jährigen Primipara in der 34. Gestationswoche. Sie wurde mit erhöhter Temperatur und Atembeschwerden eingeliefert. Am 31. Januar zeigte ein CT die klassischen Anzeichen einer Coronainfektion in beiden Lungenflügeln. Ein Abstrichtest bestätigte die Infektion mit COVID-19. Am 22. Februar gebar die Patientin ein Mädchen via Kaiserschnitt, trug dabei eine Maske und hatte nach der Entbindung keinen körperlichen Kontakt zum Kind.

 

Corona bei Mutter und Kind

Das Kind hatte einen Apgar-Score von 9 in der ersten Minute und 10 nach 5 Minuten. Das Neugeborene zeigte zwar keine Symptome wies aber nach zwei Stunden Antikörper auf. Der Abstrichtest in Nase und Lunge ergab ein negatives Ergebnis und es konnten Antikörper nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler folgern, dass die Antikörper im vorgestellten Fall über die Plazenta zum Neugeborenen gelangt waren.

 

Aus der Thieme Fachcommunity für Geburtshilfe und Frauenheilkunde

Quelle: Dong L et al. JAMA Mar 2020 [Online ahead of print]. DOI: 10.1001/jama.2020.4621

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