• Annette Bernloehr

    Professorin forscht zu Leitlinien für die Schwangerenvorsorge

     

Annette Bernloehr setzt sich für Chancengleichheit ein

Chancengleichheit für alle Neugeborenen in der Europäischen Union – dieses hoch gesteckte Ziel möchte Dr. Annette Bernloehr, die am 15. Mai 2015 neu beru-fene Professorin für Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Gesundheit (hsg), nun von Bochum aus verfolgen. Seit mehreren Jahren forscht sie zu Inhalt und Qualität der Leitlinien für die Schwangerenvorsorge in den Mitgliedsstaaten der EU. Die eigens entwickelte europäische Leitlinie, die die Mindeststandards für die Schwangerenvorsorge festschreibt, soll einen einheitlichen Versorgungsstan-dard für Schwangere herstellen, der je nach nationalen Gegebenheiten durch gezielte Maßnahmen ergänzt wird.

Nach Abschluss der Ausbildung zur Hebamme an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen im Jahr 1995 war Annette Bernloehr an Kliniken im Großraum Stuttgart als Hebamme, später als leitende Hebamme, im Kreißsaal tätig. Berufsbegleitend studierte sie am European Institute for Health and Medical Sciences der University of Surrey in England und schloss das Studium im Jahr 2000 mit der Masterarbeit zum Thema ‚Information given by midwives prior to the administration of centrally active medication during labour‘ ab, in der es um die Aufklärung durch Hebammen vor der Anwendung von zentral wirksamen Medikamenten unter der Geburt ging.

Im Jahr 2002 wechselte Bernloehr als leitende Hebamme für den Kreißsaal und die präpartale Station, also für Frauen vor der Geburt, an das Perinatalzentrum am St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn. Hierbei handelt es sich um ein Zentrum der höchsten Versorgungsstufe für Früh- und Neugeborene – in diesem Fall mit angeschlossener Hebammenschule. Während dieser Zeit begann sie die wissen-schaftliche Arbeit über die nationalen Leitlinien zur Schwangerenvorsorge in der EU. Für die Ergebnisse dieser Arbeit wurde ihr 2007 an der Univercity of Surrey der Titel Doctor of Philosophy (PhD) verliehen.

Neben der akademischen Qualifikation und der langjährigen praktischen Erfahrung bringt Annette Bernloehr Lehr-Erfahrung aus dem Europäischen Masterstudien-gang für Hebammenwissenschaft mit. In den vergangenen fünf Jahren war sie als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in diesem internationalen Studien-gang für die Medizinische Hochschule Hannover tätig. Über die dortige Arbeits-gruppe Hebammenwissenschaft und auch durch ihre Tätigkeit an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld war sie darüber hinaus an mehreren Forschungskooperationen beteiligt. Unter anderem ist sie Mitglied der sektorübergreifenden Arbeitsgruppe zum Mutterpass und Expertin im Projekt ‚Eu-ropean Standards of Care for Newborn Health‘ der European Foundation for the Care of Newborn Infants.

„Wir freuen uns, dass Frau Dr. Bernloehr den Fachbereich Hebammenkunde an der Hochschule für Gesundheit durch ihre Lehr-Erfahrung in einem europäischen Masterstudiengang und ihre Expertise für Leitlinien in der Schwangerenvorsorge auf EU-Ebene ergänzt“, betonte Prof. Dr. Nicola Bauer, Leiterin des Studienbe-reichs Hebammenkunde der hsg, heute in Bochum. Annette Bernloehr widmet sich nun der akademischen Aus- und Weiterbildung von Hebammen sowie dem Auf- und Ausbau des interdisziplinären Masterstudiengangs der hsg. Bernloehr: „Außerdem plane ich aktuell ein neues Projekt, in dem es darum geht, wie ma-nuelle Diagnose-Fertigkeiten schneller und zuverlässiger erlernt werden können, indem der Tastbefund zeitnah mittels Ultraschall visualisiert wird.“

Quelle: Hoschule für Gesundheit

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