Das Wochenbett: Die erste Zeit nach der Geburt

Die ersten Wochen nach der Geburt der Zwillinge sind eine Zeit der Umstellung, der körperlichen Veränderung und des sich Aneinandergewöhnens. Diese erste Zeit ist gerade so schön und intensiv, weil Sie Ihren Kindern körperlich so nahe sind. Sie werden sie als intensive „Kuschelzeit“ in Erinnerung behalten, in der Sie Ihre Kinder mit allen Sinnen wahrnehmen.

Sie genießen ihren besonderen süßen Geruch, ihre besonders zarte Haut, ihre unübertreffliche Mimik und vieles mehr. Auch Ihre Kinder nehmen Sie mit allen Sinnen auf. Schon nach wenigen Tagen kann ein Neugeborenes seine Mutter ausschließlich am Geruch erkennen. Babys haben ein angeborenes Interesse am menschlichen Gesicht, können in einem Abstand von 25 cm scharf sehen und sich an das Gesehene erinnern, sogar Veränderungen erkennen. Nehmen Sie sich Zeit für dieses intensive Kennenlernen. Bald werden Sie sich fragen, wie es ohne die beiden war!

Wenn Sie eineiige Zwillinge geboren haben, werden Sie beide bald unterscheiden können und ihre individuellen Besonderheiten bemerken. „Bald“ ist natürlich ein dehnbarer Begriff! Scheuen Sie sich nicht, die Kinder Namensbändchen tragen zu lassen, bis Sie beide sicher unterscheiden können. Ersetzen Sie die zu klein gewordenen Armbändchen einfach durch passende, wenn Sie mehr Zeit brauchen. Nicht nur die Sie betreuenden Hebammen, Schwestern und Ärzte, bestimmt auch Familie und Freunde werden dankbar für diese Hilfestellung sein.

Kuschelzeit und Schonzeit

Kuscheln Sie sich mit Ihren Kindern wortwörtlich ins Wochenbett, genießen Sie das „Bonding“ und lernen Sie Ihre Kinder kennen! Intensives Kuscheln mit viel Hautkontakt beruhigt Ihre Kinder und wird die Anstrengungen der Geburt bei Ihnen und Ihren Kindern schnell wettmachen. Die Umstellung des kindlichen Stoffwechsels geht entspannter vor sich und Saugreflexe Ihrer Kinder werden angeregt. Sie erkennen bei beiden frühzeitig Anzeichen von Hunger und Unwohlsein.

Von alters her weiß man um die Besonderheiten dieser Zeit. So hießen die Frauen früher Kindbetterin oder Sechswöchnerin – die magischen vierzig Tage nach der Niederkunft waren und sind eine Schonzeit.

In vielen Kulturen wird das Wochenbett mit besonderen Ritualen begleitet. Die junge Mutter wird mit Massagen zur Rückbildung der Gebärmutter und besonderen Speisen zur Reinigung und Kräftigung versorgt. Viele Großmütter kennen noch die besonders kräftigenden Rezepte, die frischgebackene Mütter nach der Anstrengung von Schwangerschaft und Geburt stärken und den Milchfluss anregen. Einige bewährte Gerichte haben wir für Sie im Anhang gesammelt. Viel Freude beim Ausprobieren!

Quelle

Und was kommt dann?

Leben mit Zwillingen!
Petra Lersch, Dorothee von HaugwitzLeben mit Zwillingen!

Gut durch Trotzalter, Kindergarten und Grundschule

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