Stillen

Die Schwangerschaft, die bevorstehende Geburt und die bedeutenden Veränderungen, die sich durch das Baby in Ihrem Leben ergeben werden, haben sicherlich auch bei Ihnen eine Mischung aus freudiger Erwartung, einer kleinen Portion Skepsis bis hin zu leichten Ängsten ausgelöst. Ihre Gedanken sind freudig erwartend in die Nahe Zukunft gerichtet und beschäftigen sich nun auch mit dem Thema „Stillen“.

Früher war in den eigenen Großfamilien viel Stillwissen vorhanden, mit dem Wöchnerinnen und junge Mütter unterstützt wurden. Durch einschneidende gesellschaftliche Änderungen in den vergangenen Jahrzehnten hat sich dies gravierend geändert. Heute kann nur noch sehr selten auf derartig „überliefertes“ Stillwissen zurückgegriffen werden.

Stillen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme

Ihre Muttermilch enthält neben den für Ihr Baby notwendigen Nährstoffen in hochwertiger Qualität und abgestimmter Menge auch besondere Schutz- und Abwehrstoff. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Aufnahme dieser ganz spezifischen Stoffe das Risiko von Infektionskrankheiten bei Kindern erheblich mindert.

Stillen – von der Natur perfekt eingerichtet

Etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche bildet Ihr Körper Hormone, die die Ausreifung des Brustdrüsengewebes fördern. Ihr Körper ist nach dem sechsten Schwangerschaftsmonat schon darauf vorbereitet, Ihr Kind stillen zu können.

Der Stillbeginn

Nun ist die Zeit gekommen, auf die Sie viele Monate sehnsüchtig gewartet haben. Ihr Kind ist geboren. Die ersten gemeinsamen Augenblicke sind eine sehr prägende Zeit für die Mutter-Kind-Beziehung. Da in den ersten beiden Lebensstunden die Saugbereitschaft neugeborener Babys besonders groß ist, raten wir Ihnen, Ihr Kind so bald wie möglich an Ihrer Brust saugen zu lassen. Instinktiv beginnt das Neugeborene nach Ihrer Brust zu suchen. Stillen Sie Ihr Kind nach Bedarf! Achten Sie auf die ersten Saugzeichen Ihres Kindes und legen Sie es so oft wie möglich an, bevor es vor Hunger weint. Stellen Sie sich darauf ein, dass sich Ihr Kind vielleicht alle zwei Stunden bemerkbar macht.

Ihre Ernährung

Ausreichende und hochwertige Kost der stillenden Mutter sind wichtig, um selbst fit, gesund und ausgeglichen zu bleiben. Mangelerscheinungen zeigen sich bei unzureichend ernährten Müttern häufig in Form von Müdigkeit, Gereiztheit und Infektanfällligkeit. Nehmen Sie mindestens 5 Mahlzeiten täglich zu sich.

Unsere Tipps für Ihre Ernährung: 

  • Essen Sie viel Vollkorn-und Knäckebrot.
  • Kartoffeln und Reis sind als Beilage zu Ihren warmen Mahlzeiten gut geeignet.
  • Verwenden Sie beim Kochen hochwertige Pflanzenöle, wie zum Beispiel Oliven-, Raps-, Soja-, oder Distelöl und ungehärtete Pflanzenmargarine.
  • Denken Sie daran, selbst Milchprodukte zu sich zu nehmen. Alternativ gehen auch Tofo, Sojamilch, Nüsse, Sesam- oder andere Samenkörner.
  • Verzichten Sie auf stark blähende Speisen (Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebel, Knoblauch), wenn Ihr Kind darauf reagieren sollte.

Vorsicht auch bei folgenden Lebensmitteln:

  • Salbei und Pfefferminze, auch als Tee, wirken abstillend. Ebenso Zitrusfrüchte, saure Beeren und sauer eingelegtes Gemüse.
  • Ihren Alkoholgenuss sollten Sie auf ein Minimum beschränken. Der mütterliche Konsum von Drogen ist nicht mit dem Stillen zu vereinbaren.

Stillen und Berufstätigkeit

Laut Mutterschutzgesetz steht Ihnen pro Arbeitstag von acht Stunden – zusätzlich zu den normalen Pausen – zweimal eine halbe oder einmal eine ganze Stunde als Stillpause zu, die sie aber auch alternativ dazu nutzen können, Ihre Milch am Arbeitsplatz auszustreichen oder abzupumpen.

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