Irreparable Schäden

Es ist gut zu wissen, welche deiner Körperteile sich erholen und wieder so werden wie früher und welche nicht. Warum deine Zeit mit Dingen verschwenden, die von vornherein verlorene Liebesmüh sind, wenn doch schon die Dinge, die wieder in Ordnung gebracht werden können, deine volle Aufmerksamkeit verlangen? Kurzum, wir Freundinnen sind der Überzeugung, dass folgende Körperteile nur schwerlich wie früher werden:

Deine Brüste

Sie mögen zwar jetzt noch sehr an Lollobrigidas Formen erinnern, vor allem wenn du stillst, aber diese Üppigkeit wird nur von kurzer Dauer sein. Nicht nur, dass deine Brüste nicht ihre Größe und Form aus der Schwangerschaft beibehalten, nein, sie werden sogar kleiner und schlaffer als vorher. Wenn du dich jemals gefragt hast, warum die Frauen in »Playboy« nicht wie die Frauen in »Geo« aussehen, gibt es eine einfache Erklärung: Entbindungen. (Das – und vielleicht ein bisschen Chirurgie.) Solltest du nun in Erwägung ziehen, deinen Brüsten zuliebe auf das Stillen zu verzichten, kannst du dir das gleich wieder aus dem Kopf schlagen. Offenbar fordert die Schwangerschaft und nicht das Stillen den größten Tribut.

Deine Füße

Selbst wenn sie nicht mehr geschwollen oder bereits am Abschwellen sind, musst du vielleicht eine halbe bis eine Schuhnummer größer tragen. Für den armen Fußspann war es möglicherweise einfach zu viel, das ganze Gewicht tragen zu müssen, und er hat kapituliert. Wir wissen nicht viel mehr, als dass unsere Füße größer werden und es auch bleiben. Für diejenigen unter uns, die sich nach wie vor in der Illusion wiegen, dass kleine Füße irgendwie besser seien als große, ist das Gefühl, die Welt plötzlich in Äppelkähnen zu durchqueren, bestürzend. Aber sieh es doch mal von der positiven Seite: Nachdem du dich ein Jahr lang nicht gerade nach dem neuesten Schrei gekleidet hast, stehen dir wahrscheinlich ohnehin ein paar neue Schuhe zu. Zudem geben deine Füße nur einmal bei einer Schwangerschaft klein bei. Mit anderen Worten, wenn du wieder schwanger wirst, werden sie nicht mehr größer. Also, auf was wartest du noch, kauf dir ohne Gewissensbisse die teuren Schuhe.

Dein Bauch

Wenn wir uns so gegenüberstehen, dass wir gemütlich ein Schwätzchen halten können, kann ich dir locker eine Hautfalte meines Bauches reichen. Schon gut, vielleicht übertreibe ich etwas, aber um meine Taille herum gibt es gut ein oder zwei Rettungsringe zu viel.

Ich war natürlich auch leichte Beute für Mutter Naturs grauenhafte Tricks. Schließlich war ich ja schon 34, als ich mein erstes Kind zur Welt brachte, und beim vierten 39. Die Elastizität meiner Haut war also ohnehin schon dahin. Außerdem bin ich eine hellhäutige Irin mit Sommersprossen. Und so eine Haut ist nun einmal für ein feuchtes Klima und viel Dunkelheit bestimmt.

Es ist zwar tröstlich, dass ich mir erfolgreich das ganze Übergewicht von den zahlreichen Schwangerschaften wieder abgehungert habe, doch kann ich mich nicht vornüberbeugen oder dasitzen, ohne dass mein Bauch Falten wirft wie ein Dirndl. Würde ich mein Baby für einen Waschbrettbauch eintauschen? Tja, das hängt vom Baby und von meiner Tagesverfassung ab ... Schon gut, ist ja nur Spaß! Okay, ich geb’s ja zu. Ich ging sogar so weit, mich bei einem plastischen Chirurgen zu erkundigen, wie viel es kosten würde, an meinen Rundungen wieder alles in Ordnung zu bringen. Wie gebannt verfolgte ich alles über Fettabsaugungen im Fernsehen und verschlang jeden Artikel darüber. Wenn ich ganz ehrlich bin, das Ganze ging mir sogar im Kopf herum, wenn ich meine Kinder und deren Freunde herumkutschierte. Aber alles fiel wie ein Kartenhaus zusammen, als mein Arzt mir erklärte, dass für mich eine Fettabsaugung keine Lösung wäre. Seiner Meinung nach würde meine Haut durch diesen Eingriff eindeutig schlaffer. Was ich brauchte, sei vielmehr eine bauchstraffende Operation. Am allernötigsten hätte ich damals wohl aber einen Psychiater gebraucht, diese Operation hinterlässt nämlich eine Narbe von der einen Hüfte zur anderen, die aussieht, als ob dein Becken lächelt. Nun, Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ich habe mich vor Kurzem mit meinem Bauch abgefunden und mich mit Formslips und anderen figurmodellierenden Stöffchen angefreundet

Deine Schwangerschaftsstreifen

Ich kann verstehen, dass du dich mit diesen purpurroten Abscheulichkeiten vermutlich nur schwer abfindest. Aber wenn in deinen Genen festgelegt war, dass du Schwangerschaftsstreifen haben sollst, dann sind sie in der Tat für den Rest deines Lebens dein. (Oder bis die Laserbehandlung, von der ich ständig höre, endlich perfektioniert wird.) Die unschönen Streifen wären natürlich weniger an der Zahl, wenn du während der Schwangerschaft nicht so viel zugenommen hättest. Aber du solltest dir keine Vorwürfe machen. Schon allein von der Tatsache, dass deine Brüste größer geworden sind, hättest du Schwangerschaftsstreifen bekommen, wenn du eine Veranlagung dazu hast. Mit anderen Worten, Schwangerschaftsstreifen sind wieder einmal eine Sache, für die du deiner Mutter die Schuld in die Schuhe schieben kannst!

Quelle

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