Rückkehr nach Hause

Nachdem du die ersten Tage nach der Geburt deines Kindes in der sicheren Obhut des Krankenhauses verbracht hast, ist es aufregend, mit deinem kleinen neuen Familienmitglied nach Hause zurückzukehren. Neun (zehn) Monate lang hast du auf diesen Moment gewartet und möchtest nun endlich diesen neuen Lebensabschnitt beginnen. Endlich darfst du dem Baby sein Zimmer zeigen, es dem geliebten Familienhund vorstellen (bitte nicht zu nah), es auf deinem Bett fotografieren und den Schaukelstuhl ausprobieren, der zwar das Budget gesprengt hat, den du aber trotzdem gekauft hast. Es wird dir vorkommen, als ob du eine ganze Ewigkeit lang weg gewesen bist, und die vertrauten Töne deines eigenen Betts und Kühlschranks werden wie Musik in deinen Ohren klingen. Ich hoffe nur, du hast ein paar Freundinnen darum gebeten, Ersteres frisch zu beziehen und Letzteren mit Leckerbissen vollzupacken. Wenn du erst einmal wieder zu Hause bist, wirst du nämlich ein paar Tage keinen Schritt vor die Tür setzen, wenn es sich vermeiden lässt. Also sollte auch jemand für dich im nächsten Geschäft einen Vorrat an Dingen wie Windeln, Binden, Mineralwasser, Toilettenpapier, Saft und Revolverblättern (der bevorzugte Lesestoff aller übergewichtigen, übermüdeten und ans Haus gefesselten jungen Mütter) besorgen.

Das Abenteuer beginnt!

Die Rückkehr nach Hause mit dem Baby ist, als ob man sich in einen Kokon einspinnt und die Seidenfäden hinter sich verklebt. Es wird einige Zeit dauern, bis du das Gefühl hast, wieder Teil der Welt da draußen zu sein: Du teilst nicht ihren Rhythmus, nicht ihre Sorgen und, wenn du es dir aussuchen könntest, ganz sicher auch nicht die Bakterien ihrer Bewohner. Wenn dir während dieser Kokonperiode der Sinn nicht nach Besuch steht, ist das noch lange kein Grund zur Besorgnis; du hast wirklich das Recht dazu. Wahrscheinlich musst du erst einmal all deine Aufmerksamkeit darauf verwenden, dieses neue Lebewesen kennenzulernen, das sich da in eurer Mitte niedergelassen hat, ohne dich schön machen und deinen Gästen Häppchen anbieten zu müssen. Die nächsten Wochen sollen vielmehr eine Phase der Ruhe, Erholung und Eingewöhnung sein. Verstau also erst einmal dein Adressbuch in der Schublade und schalte den Anrufbeantworter ein – wenigstens so lange, bis du nicht mehr zwei Binden gleichzeitig einlegen musst. Unter »Was tun gegen den Babyblues?« kommen wir darauf zu sprechen, wann diese Kokonperiode zu lange dauert.

Lass dir gesagt sein, dass die Rückkehr nach Hause sehr viel zeitaufwendiger sein wird, als du dir je hättest träumen lassen. Im Folgenden listen wir auf, was noch alles ansteht, bevor du endlich deine Haustür öffnen kannst:

  1. Du musst duschen und dich anziehen 
  2. Das Baby muss angezogen werden 
  3. Du musst das Baby füttern 
  4. Du brauchst deine Schmerzmittel 
  5. Du brauchst einen Autositz
  6. Du brauchst ein Spucktuch 
  7. Du brauchst einen Schnuller
  8. Du brauchst Selbstbeherrschung
  9. Du brauchst Vertrauen
  10. Geschafft!

Quelle

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