Lotta liebt Schlafengehen, schläft aber nicht

Es hat sich viel getan in den letzten sechs Monaten. Lotta hat sich von einem ziemlich anspruchsvollen Baby zu einem ganz normalen eineinhalbjährigen Wildfang entwickelt. Auch das Schlafen klappt gut – na ja, teilweise. Das Einschlafen zieht sich seit ein paar Wochen wieder ganz schön in die Länge …

  • Einschlafen ©Daniela Sonntag

    Lotta beim Einschlafen

     

„Daaaaaaaaaa!“ Lotta schaut mit einem breiten Grinsen unter der Bettdecke hervor, die sie sich gerade mit Schwung vom Gesicht gezogen hat. Sie hat großen Spaß – das sieht man. Katrin nicht. Sie sitzt neben Lotta auf dem Bett und ist total genervt. „So Lotta, jetzt reicht’s – du kommst jetzt wieder in dein Bett und da bleibst du auch. Jetzt wird geschlafen!“ Katrin nimmt Lotta und legt sie zum, keine Ahnung wievielten Mal, wieder in ihr Bett (das nebenbei erwähnt immer noch neben Kat­rins und Christians Bett steht – allerdings nicht mehr als Babybalkon, sondern als Gitterbett mit zehn Zentimeter Abstand vom Elternbett). Es dauert keine zwei Sekunden, da steht Lotta an den Gitterstäben und steigt auf ihren Kuschelhund, um mit ihrer Spezialtechnik aus dem Bett zu steigen. So geht das jetzt seit fast einer Stunde.

Lotta will einfach nicht schlafen

Dabei schläft sie mittlerweile problemlos im Liegen ein (das kam plötzlich von heute auf morgen ohne Zutun von Katrin oder Christian) und sie geht auch richtig gerne ins Bett. Kaum wird das „Bettgeh-Ritual“ eingeläutet, freut sich Lotta und macht al­les super mit. Schlafanzug anziehen, Hände und Gesicht waschen, jedem Zimmer in der Wohnung Gutenacht sagen, Mama oder Papa einen Gutenachtkuss geben und ab ins Bett. Dort trinkt Lotta dann immer noch eine warme Milch (seit Neustem werden Lottas Zähne nach der Milch im Bett geputzt – klappt nicht immer, aber Lotta soll sich daran gewöhnen) und Katrin bzw. Christian lesen Lotta ein bis zwei Bilderbücher vor. Bis vor ein paar Wochen ist Lotta so auch wunderbar eingeschlafen. Aber jetzt zappelt sie nach ihrer Milch ewig herum, bis sie dann nach ein bis einein­halb Stunden irgendwann einschläft – das ist meist so gegen 22.30 Uhr. Heute ist es zwanzig vor elf, als Katrin endlich aus dem Schlafzimmer kommt.

Christian und Katrin suchen nach dem Grund des Übels

Christian sitzt auf dem Sofa, neben ihm eine angebrochene Flasche Wein – viel ist nicht mehr drin. Die wollten eigentlich Katrin und Christian heute Abend gemeinsam trinken. Die Stimmung war schon mal besser. Christian schenkt Katrin ein Glas Wein ein und reicht es ihr. „Also Angst kann Lotta vor dem Schlafengehen nun wirklich nicht haben – sie geht sehr gerne schlafen und außerdem sind wir ja bei ihr.“ Christian geht die Möglichkeiten durch, warum Lotta in letzter Zeit so spät einschläft. „Und aufgedreht ist sie eigentlich auch nicht. Die Bettvorbereitungen laufen doch völlig ruhig und ohne Theater ab.“ „Ich glaube, Lotta ist einfach noch nicht müde, wenn es ins Bett geht.“ Christian schaut Katrin mit großen Augen an. „Was, aber sie geht doch schon wahnsinnig spät ins Bett. Neun Uhr ist ja nun wirklich nicht früh… Also noch mediterraner brauch ich es echt nicht.“ „Vielleicht ist Lottas Mittagsschlaf einfach zu lang – schließlich schläft sie ihre zwei bis drei Stunden am Nachmittag. Sie braucht wahrscheinlich nicht mehr so viel Schlaf. Schau mal, gestern hat sie mittags nur eine knappe Stunde geschlafen, weil wir unterwegs waren und da ist sie am Abend ohne Probleme um acht Uhr eingeschlafen.“

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