Gesundes Essen für die Familie

Obwohl wir die besten Voraussetzungen haben, unsere Kinder optimal zu ernähren, sieht es in der Realität etwas anders aus. Noch nie war es so einfach, an Lebensmittel heranzukommen. Die Auswahl an Vorgefertigtem erschlägt einen und verführt zum Kauf von Fertiggerichten. Auch Lebensmittel mit der Geschmacksrichtung »süß« sowie Snacks gibt es an jeder Ecke zu kaufen.

Sowohl wir selbst als auch unsere Kids essen zu viel Fett, Eiweiß und einfache Kohlenhydrate. Gewünscht wären mehr komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Die Ursachen sind vielfältig: Das Warenangebot ist groß, doch werden Unmengen an fettreichen und zuckerreichen Lebensmitteln angeboten und stark beworben. Gehen Sie mal mit offenen Augen durch den Supermarkt und Sie werden mir zustimmen: Fertig- und Halbfertiggerichte, Frühstückscerealien, abgepackte Brote aus Auszugsmehlen, Joghurts mit Fruchtgeschmack, Süßgetränke – all das nimmt den meisten Platz ein. Das Sortiment an Süßigkeiten, Schokoladen, Keksen und salzigen Knabberartikeln ist um ein Vielfaches größer als die Obst- und Gemüseabteilung.

Mit dieser Verdeutlichung möchte ich Ihnen klar machen, dass ein starker Wille dazu gehört, sich von gesünderen Grundnahrungsmitteln zu ernähren. In der Ernährungspsychologie gibt es den Begriff »winkende Lebensmittel«. Und genau das umschreibt, was die »modernen Lebensmittel« – damit sind die Produkte, die seit der Nachkriegszeit unsere Lebensmittelauswahl so bunt machen – tun. Diese Produkte winken uns unbewusst zu und lösen in einer schwache Minute das Kaufbedürfnis aus. Sie suggerieren, dass Sie mit dem Kauf oder Verzehr dazugehören – Sie sind Teil einer Käufergemeinschaft, die trendig ist, auf der Höhe der Zeit ist, sich etwas Besonderes leisten kann. Wir werden unbewusst positiv emotional angesprochen, mit dem Kauf oder Verzehr sind wir schön, glücklich, hip, cool und fühlen uns aufgehoben. Dagegen kommen der gesunde Apfel oder die langweilige Kartoffel nicht an. Grundnahrungsmittel sprechen viel schwächer unsere Emotionen an. Sie werden aus Gewohnheit – meist von der Herkunftsfamilie erlernt – gekauft und unterliegen rationalen Kaufentscheidungen.

Quelle

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