Ich möchte meine alte Figur wieder!

Geht sicher ganz einfach …

In den letzten Schwangerschaftswochen sehnen die meisten so sehr das Ende der Schwangerschaft herbei, dass sie stundenlang in Erinnerungen an ihre frühere Figur schwelgen (oder zumindest in ihren idealisierten Vorstellungen darüber) und wie es wäre, sie wieder zurückzubekommen. Wir lassen unserer Phantasie freien Lauf: Wir tragen Gürtel! Wir hängen in unseren alten Lieblingsjeans herum. Ohne BH! Trinken Wein und haben dann angeheitert leidenschaftlich Sex (eventuell sogar mit unserem Ehemann)! Selbst ansonsten reizlose Dinge wie die Nägel zu lackieren oder einfach nur auf dem Bauch zu liegen haben auf einmal etwas einmalig Verführerisches, Exotisches und Aufregendes an sich. Die Schwangerschaft mag wohl schön, erfüllend, lehrreich und vieles mehr sein, aber was zu viel ist, ist zu viel!

Die Verblendung

Du hast während deiner Schwangerschaft nicht allzu sehr über die Stränge geschlagen und nur 15 (na gut, 20) Kilo zugenommen, wobei du dachtest, sie stammten fast nur von Babys Gewicht. Du hast schon damit gerechnet, nach der Geburt des Babys etwas aus der Form geraten zu sein. Aber in den verschiedensten Frauenzeitschriften hat man dir schließlich aufmunternd versichert, dass mit etwas Gymnastik und Diät noch vor der ersten Untersuchung sechs Wochen nach der Geburt wieder alles beim Alten sein werde. Was für eine Erleichterung es wohl sein wird, nicht mehr ein anderes Lebewesen in deinem Bauch herumschleppen zu müssen. In null Komma nichts wirst du vor Energie geradezu bersten. Du wirst nicht nur deine alte Figur zurückbekommen, sondern auch den Mutterschaftsurlaub dazu nutzen, doppelt so viel Gymnastik, nicht nur für den Beckenboden, zu treiben wie vorher. Den schwierigen Teil der Mutterschaft, die Schwangerschaft, hast du fast hinter dir, und so wirst du bald zu deinem früheren Selbst zurückfinden. Du wirst nicht nur so gut aussehen wie vorher, sondern sogar noch besser!

Das böse Erwachen

 

Die Realität nach einer Entbindung sieht allerdings anders aus. »Was um alles in der Welt ist denn schiefgelaufen?«, fragst du dich. Gymnastik? Du hast kaum die Kraft, dir eine Schüssel Müsli zuzubereiten, geschweige denn, ein Gymnastikprogramm in Angriff zu nehmen. Selbst wenn du die Ausdauer hättest, würde dir sicher die Zeit dazu fehlen. Gymnastik steht irgendwo auf der Zu-erledigen-Liste, gleich nach »Duschen« und »Post öffnen«. Davon einmal abgesehen, was würdest du überhaupt anziehen? Mit welchem BH könnten diese riesigen, heißen und prickelnden Brüste gebändigt werden? Lieber würdest du dir einzeln die Fingernägel ausreißen, als dich in diesem Zustand in einem Fitnessstudio in einen Gymnastikanzug gezwängt sehen zu lassen.

Diät? Wenn du stillst, bist du vermutlich ununterbrochen am Essen. Wahrscheinlich verdrückst du noch größere Mengen als während der Schwangerschaft. Auch wenn du nicht stillst, kommst du einfach nicht dazu, dir selbst einen Salat zuzubereiten oder ein Hähnchen zu grillen. Es ist doch um so vieles einfacher, sich im Supermarkt belegte Brötchen oder beim Chinesen ein Mittagsmenü zum Mitnehmen zu holen. Essen ist schließlich bei all den Nächten, die du dir um die Ohren schlägst, deine einzige Energiequelle. Wenn du nicht jeden Nachmittag ein Stück Kuchen isst, brichst du bestimmt vor dem Abendessen zusammen.

Früher oder später wirst du merken, dass du immer noch schwanger bist, obwohl das Baby sich nicht mehr in deinem Bauch befindet – sozusagen ein viertes Schwangerschaftsdrittel. Dein Körper gehört dir noch nicht wieder ganz allein, sondern steht noch ganz zu Babys Diensten. Dein Hormonhaushalt hat sich immer noch nicht wieder eingependelt, du stehst immer noch neben dir, und dir schwant bereits, dass es bedeutend länger dauern würde, als du dachtest, bis die Person, die dir aus dem Spiegel entgegenblickt, wieder so aussieht, wie du sie noch dunkel in Erinnerung hast.

Und trotz aller Mühe bleiben auch noch "irreparable Schäden".

 

Quelle

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