Allergien vorbeugen

Allergene in der Muttermilch?

Muttermilch ist von Natur aus allergenarm und enthält darüber hinaus Stoffe, die die Darmschleimhaut vor dem Eindringen von Allergenen schützen. Doch in Spuren gelangen Allergene, also Eiweißmoleküle, aus Ihrem Essen in die Muttermilch. Babys kommen also indirekt mit Kuhmilch, Fisch, Ei oder Nüssen in Kontakt. Doch Allergologen empfehlen Stillenden, nicht auf wichtige Lebensmittel wie z. B. Milch und Milchprodukte, Fisch oder Ei zu verzichten. Eine allergenarme Kost birgt das Risiko eines möglichen Nährstoffmangels für Mutter und Kind. Eine gesicherte Datenlage zu Allergenen in der Muttermilch gibt es auch derzeit nicht, und es wird in Fachkreisen auch immer wieder kontrovers darüber diskutiert, ob ein später Kontakt mit Allergenen nicht sogar das Risiko an einer Allergie zu erkranken erhöht.

Nüsse lösen keine Allergien beim Baby aus

Besorgte Schwangere verzichten häufiger auf potenzielle Nahrungsmittelallergieauslöser wie Haselnüsse und Erdnüsse. Die Deutsche Gesellschaft fürAllergologie und klinische Immunologie (DGAI) und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) weisen allerdings darauf hin, dass »die derzeitige Studienlage keine Empfehlungen darüber zulässt, dass durch die Elimination sog. potenter Nahrungsmittelallergene in der mütterlichen Ernährung die Entwicklung von Neurodermitis verhindert bzw. verzögert werden kann«. Nüsse dürfen Sie also während der Schwangerschaft bedenkenlos genießen. Natürlich mit einer Ausnahme, wenn Sie selbst allergisch reagieren oder diese nicht vertragen.

Übelkeit ist kein Indiz

In falschen Zusammenhang wird oft gebracht, dass eine aufsteigende Übelkeit der Mutter beim Anblick, Riechen und Schmecken von Lebensmitteln auf eine spätere Nahrungsmittelallergie beim Baby hinweist. Dieser direkte Zusammenhang lässt sich nicht belegen und kann bei konsequenter Anwendung zu einer krassen Unterversorgung von bestimmten Nährstoffen führen. Und zwar dann, wenn Sie komplett auf Milch und Milchprodukte, Obst oder Gemüse verzichten. Wenn Sie z. B. Milch während der ganzen Schwangerschaft nicht vertragen, dann essen Sie dafür viel Käse und Joghurt. Lässt der Geruch von frischen Gurken oder Melonen Ihren Magen rebellieren, dann essen Sie anderes Gemüse und Obst. Das ist in Ordnung. Sie müssen und sollen nichts essen, was Sie nicht vertragen.

Quelle

Mama-Food
Anne IburgMama-Food

Die beste Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit

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