Die Einwilligungsfähigkeit des Patienten

  • Als Arzt haben Sie die Pflicht, Ihren Patienten über die geplante Behandlung aufzuklären - erst danach kann dieser einwilligen oder ablehnen. © Thomas Möller

     

Keine Behandlung ohne Aufklärung und Einwilligung des Patienten. Doch wer ist eigentlich einwilligungsfähig? Und was, wenn es jemand nicht ist? Ein Überblick über Definitionen, Vorgehen in der Praxis und rechtliche Regelungen.

Egal ob Blutabnahme, medikamentöse Therapie oder chirurgischer Eingriff : In jede medizinische Behandlung muss der Patientvorher einwilligen. Anderenfalls gilt die Maßnahme als Körperverletzung und kann geahndet werden. Als Arzt haben Sie daher die Pflicht, Ihren Patienten über die geplante Behandlung aufzuklären – erst danach kann dieser einwilligen oder ablehnen.

Voraussetzungen für eine wirksame Einwilligung

Keine Einwilligung ohne Aufklärung

Rechtswirksam einwilligen kann man nämlich nur in Maßnahmen, über die man genug weiß, um sich ein Urteil zu bilden. In der Aufklärung müssen Sie daher immer eingehen auf

  • das Vorgehen bei Diagnostik und Therapie,
  • die Erfolgsaussichten und möglichen Risiken der Behandlung sowie
  • die Folgen und Risiken von Behandlungsalternativen.
  • Außerdem muss der Patient wissen, was geschieht, wenn er die Behandlung verweigert.

Wird der Patient nicht oder nur teilweise aufgeklärt, bevor er einer Maßnahme zustimmt, ist diese Einwilligung unwirksam. Ausländische Patienten benötigen ggf. einen Dolmetscher.

Einwilligungsfähigkeit

Neben der Aufklärung ist die Einwilligungsfähigkeit des Patienten die zweite Voraussetzung für eine rechtswirksame Zustimmung. Einwilligungsfähig ist jeder, der Art, Bedeutung, Tragweite und Risiken derärztlichen Maßnahme erfassen und seinen Willen dementsprechend bestimmen kann.

Dafür benötigt der Patient eine gewisse Verstandesreife:

  • Er muss die Informationen des Arztesverstehen,
  • Vorteile und Risiken gegeneinander abwägen und das Ergebnis für sich bewerten.
  • Anschließend hat er zu entscheiden, ob dieser Wert groß genug ist, um den Eingriff in seinen Körper zuzulassen, oder ob andere Alternativen mehr Nutzen bieten.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Die Einwilligungsfähigkeit des Patienten

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